Impuls

 

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.
(Matthäus 2,10)

 

 

 

Kopf

Mit der Adventszeit, die nun beginnt, rückt auch so langsam das Weihnachtsfest wieder in den Blick. Kerzen werden angezündet und die Türen der Adventskalender geöffnet. Das Warten beginnt. Sicher auch eine gewisse Hektik und Betriebsamkeit. Weihnachten und Silvester müssen geplant, Geschenke ausgewählt und besorgt, Besuche abgewogen und besprochen werden. Zwischen Allem wächst hoffentlich die Vorfreude auf das Fest. Vielleicht ist da aber auch die ein oder andere Sorge. Weihnachten in diesem Jahr, wie wird das werden?

Der Monatsspruch nimmt uns schon mitten hinein in die Geschichte der Verheißung und der Hoffnung, die uns nun wieder durch die kommende Zeit begleiten wird: Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.

 

 

 

Herz:

In vielen Fenstern leuchten nun am Abend wieder viele Sterne in verschiedenen Farben. Sie sind gewissermaßen die kleinen Schwestern und Brüder des einen großen Sterns, der in der Weihnachtserzählung die Weisen führt. Der Stern begleitet und führt auch uns bis nach Bethlehem und damit mitten hinein in das Weihnachtsgeheimnis, dem wir auch dieses Jahr wieder entgegen gehen. Die 3 Weisen sind davon hocherfreut. Der Stern gibt ihnen Orientierung und Klarheit, in ihrem nächtlichen Suchen nach dem Ziel ihres Lebens. Auch am Ende dieses Jahres mutet manches nächtlich an. Wir leben in aufgewühlter und nach Orientierung suchender Zeit. Aber das weihnachtliche Versprechen der Menschwerdung Gottes ist auch heute kein kleineres, als Orientierung und Klarheit zu schenken. In allen gesellschaftlichen und weltweiten Herausforderungen – und in unserem ganz eigenen Leben. 

Hand

Früher war der Advent deshalb eine Buß- und Umkehrzeit ähnlich der Passionszeit. Fasten also statt Glühwein. Vielleicht gibt es auf dem Weg zur Krippe auch manches zurückzulassen. Lasst uns nun geh‘n nach Bethlehem! Losgehen zu können heißt auch Dinge abzuwerfen, die daran hindern unterwegs sein zu können. Mit leichtem Gepäck wird die Freude umso größer sein.
Auch in unseren Gemeinden leuchtet nun wieder der Stern. Konzerte, Gottesdienste und viele andere Veranstaltungen laden Sie dazu ein, sich gemeinsam auf den Weg zum Stall in Bethlehem zu machen. Die Adventszeit führt uns in die Mitte unseres Glaubens, dass Gott uns mit seiner Liebe erfüllen will. Dieser geistliche Weg zum Weihnachtsfest braucht Orte und Zeiten und inmitten all des Trubels auch einfach mal Stille.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Ihre ganz persönlichen Momente der Stille und der Vorbereitung finden und dass Ihnen das Wunderbare des Weihnachtsfestes – das das Wunderbare unseres Lebens ist – in seiner Kraft und in seinem Zauber begegnet. 


Andacht zum Monatsspruch von Vikar Christoph Schröder

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*Glaube ist nicht unvernünftig. Kritisch denken wir dem nach, was Menschen vor uns von Gott erfahren und aufgeschrieben haben (Kopf). Jedoch bleibt ein Glaube, der nicht unser Herz erreicht, ohne Relevanz für mein Leben. Was ich verstanden und in mein Herz aufgenommen habe, will schließlich zur Hand, will zur Tat werden. 

Glaube durchdringt Denken, Fühlen und Handeln.