Impuls 

für einen Glauben mit Kopf, 
Herz und Hand*:


Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.

Ps 38,10 (E)

 

 

 

Kopf: 

Ich würde so gern mal wieder nach Griechenland ans Mittelmeer fahren. Oder in die Alpen. Oder in meinen herrlichen Garten voller Blumen und Apfelbäume. Wohl jedem von uns liegt irgendeine Sehnsucht auf der Zunge, da muss man nicht lange überlegen. Manche unserer Sehnsüchte gehen uns leicht über die Lippen, wir erzählen sie oft und gern. Das sind die lauten, die jederzeit hörbaren Sehnsüchte. Daneben gibt es aber noch die leisen, die kaum oder nie gehörten Sehnsüchte. Man spricht nicht über sie. Sie sind gut vergraben, irgendwo hinter Geschichten und Fassaden versteckt. Manchmal sind sie so weit verborgen, dass wir sie selbst kaum noch finden. 

Herz: 

Es gibt einen, der kennt sie alle. Laute Sehnsüchte und auch leise. Auch die, die wir noch nie jemandem erzählt haben. Er kennt sie und er akzeptiert sie alle. Angst kann man in Hoffnung verwandeln, und Sehnsüchte auch. Hoffnung ist das Gefühl, dass eine Sehnsucht Wirklichkeit wird. In jeder Sehnsucht steckt ein Stück Sehnsucht nach Gott. Er hilft uns unsere Sehnsüchte in Hoffnungen zu verwandeln. Da wohnt ein Sehen tief in uns, o Gott, nach Dir, dich zu sehn, Dir nah zu sein

Hand: 

Dann bleibt es also nur bei einer Hoffnung, aber tatsächlich ändert sich nichts? Das kleine Wörtchen nur. Ist er nicht nur ein Mensch? Die Sehnsucht kennt einen Wunsch, kennt ein Ziel. Die Hoffnung ebnet den Weg dorthin. Jede Sehnsucht, sowie jedes Seufzen vom Ort unserer Sehnsucht getrennt zu sein, ist ein Teil unserer Lebendigkeit. Es lohnt sie wachzuhalten und den Sehnsüchten Raum zu geben. Vielleicht bleibt ja im Oktober ein wenig Zeit zum Träumen. In den Träumen zeigen sich unsere Sehnsüchte und treten als Bilder vor unsere Augen. Und vielleicht, vielleicht geht auch die ein oder andere Sehnsucht – laute und leise -  in Erfüllung. 


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*Glaube ist nicht unvernünftig. Kritisch denken wir dem nach, was Menschen vor uns von Gott erfahren und aufgeschrieben haben (Kopf). Jedoch bleibt ein Glaube, der nicht unser Herz erreicht, ohne Relevanz für mein Leben. Was ich verstanden und in mein Herz aufgenommen habe, will schließlich zur Hand, will zur Tat werden. 

Glaube durchdringt Denken, Fühlen und Handeln.