Impuls

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in das Herz der Menschen gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Prediger 3,11

 

 

 

Herz: 

Diesen Sommer bin ich in einen Garten zurückgekehrt. Ich habe ihn ein Jahr lang nicht gesehen. Der Weg dorthin ist lang und führt durch Wald. Doch irgendwann nach langer Fahrt wird es hell. Durch die Bäume sieht man das Glitzern des Sees, an dem der Garten gelegen ist. Es ist ein friedlicher Ort. Ein kleines Haus, einige Beete und Wiese zwischen den hohen Bäumen. Öffnet man die Wagentür, ist man angekommen. Ein paar Vögel zwitschern, irgendwo klopft ein Specht. Man legt sich ins Gras oder steigt in das Ruderboot, das dort am Ufer liegt. Vom Wasser sieht man den Garten versteckt zwischen den Bäumen liegen. Gott hat alles schön gemacht. In ganz besonderen Momenten durchströmt einen dieses Gefühl. In diesem Sommer war das Ankommen in jenem Garten für mich ein solcher Moment. 

Kopf: 

Zurück aus dem Urlaub, zurück wieder zu Hause. Bleibt auch hier Raum für solche Momente? Gott hat alles schön gemacht! Oft fällt es schwer diese Perspektive einzunehmen. Die vielen Aufgaben und Rollen, vielfältige Informationen zu jeder Zeit und Kommunikation auf allen Ebenen verhindern es oft, sich von den Dingen ansprechen zu lassen. All die Ziele ersticken mitunter das Jetzt. Die kleinen Pausen, als wirkliche Pausen genossen, der Feierabend und die freien Tage sind die Chance auf einen offenen Blick dafür. Aber auch die Zeit der Arbeit lässt sich (hoffentlich) in einem gesunden Rhythmus gestalten, in dem die Dinge transparent werden können. Transparent für die Schönheit in allen Dingen. Transparent für das Ewige. 

Hand: 

Theologie und Religion beginnen mit einem Staunen. Fasziniert und auch irritiert wundern wir uns über den Strom des Lebens, dessen Teil wir sind. Von dessen Anfang und dessen Ende haben wir nur eine Ahnung. Immer bleibt es Geheimnis. Nicht kann ergründet werden das Werk, das Gott tut. Aber sehen, bestaunen und genießen kann man es. Wichtig ist es, diesem Staunen immer wieder Raum zu geben. Der Schönheit immer wieder Platz zu schenken. Im Garten, beim Spaziergang durch den Park oder in der Begegnung mit anderen Menschen. Der spätsommerliche September bietet bestimmt eine ganze Reihe von Gelegenheiten dazu. 


Andacht zum Monatsspruch

Andacht zum Monatsspruch von Vikar Christoph Schröder

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*Glaube ist nicht unvernünftig. Kritisch denken wir dem nach, was Menschen vor uns von Gott erfahren und aufgeschrieben haben (Kopf). Jedoch bleibt ein Glaube, der nicht unser Herz erreicht, ohne Relevanz für mein Leben. Was ich verstanden und in mein Herz aufgenommen habe, will schließlich zur Hand, will zur Tat werden. 

Glaube durchdringt Denken, Fühlen und Handeln.