Impuls 

für einen Glauben mit Kopf, 
Herz und Hand*:

Monatsspruch Januar
Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Volk und dein Fremder in deinen Toren. Dtn 5,14 (E)

Kopf

Das neue Jahr beginnt mit einem Gebot, wenn auch mit einem, das für Entlastung sorgen soll. Das 3. der 10 Gebote schreibt dem menschen Balance und Ausgleich vor. 6 Tage darfst Du arbeiten - so heißt es ja umgekehrt - darfst und sollst Du Deinen Interessen und Pflichten nachgehen, aber der 7. Tag soll sich charakterlich davon abheben! Der 7. Tag ist ein be-sonderer, abge-sonderter Tag. Der Mythos der Weltwerdung erzählt etwas von den Rhythmen der Erde und den des Lebens. Die 10 Gebote erinnern daran, den Sinn und das Gute in diesen Rhythmen nicht zu vergessen. Auch in den Zeiten der sogenannten Spät-Moderne.

 

 

Herz

Persönlich versuche ich tatsächlich den Sonntag möglichst frei von Arbeit zu halten. Das ist nicht immer ganz einfach (seit einigen Monaten zählen auch regelmäßig Gottesdienste zu meinen Aufgaben), aber mit einer gewissen Mühe, etwas Organisation und der Bereitschaft zu dem ein oder anderen unumgänglichen Kompromiss funktioniert es tatsächlich. Und wie wohltuend ist es, den wirklich be-sonderen Rhythmus des Sonntags zu spüren! Seine Langsamkeit, die dafür sorgt, dass auch die Seele zur Ruhe kommt. Vieles noch Aufwühlende relativiert sich plötzlich und an vielen Sonntagen stellt sich so - zumindest bei mir - ein wachsendes Gefühl von Dankbarkeit ein. 

Hand

Ist es Zufall, dass dieser Monatsspruch am Anfang des Jahres steht? Zumindest ist es eine wunderbare Gelegenheit. Jetzt, wo die eine oder andere Gewohnheit vielleicht in Frage steht, auch das Geschenk der Sonntagsruhe neu zu entdecken. Im Gottesdienst, der nicht immer ruhig, aber vielleicht tiefenberuhigend ist oder mit einem nachmittäglichen Spaziergang durch den Park, da muss jeder seine eigenen Rhythmen der Ruhe finden.......

Eines ist im Gebot auch noch sehr deutlich: Die Ruhe ist allen Geschenk und Pflicht. Sie gilt uns selbst, aber auch unser Umfeld sollten wir nicht aus dem Blick verlieren. Die Sonntagsruhe ist allen Lebewesen geschenkt. 

 

 


Andacht zum Monatsspruch von Vikar Christoph Schröder

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*Glaube ist nicht unvernünftig. Kritisch denken wir dem nach, was Menschen vor uns von Gott erfahren und aufgeschrieben haben (Kopf). Jedoch bleibt ein Glaube, der nicht unser Herz erreicht, ohne Relevanz für mein Leben. Was ich verstanden und in mein Herz aufgenommen habe, will schließlich zur Hand, will zur Tat werden. 

Glaube durchdringt Denken, Fühlen und Handeln.