Die Bergpredigt

Die berühmteste Rede Jesu ist die Bergpredigt. Was es mit ihr auf sich hat, erfährst du hier in der Geschichten-Box:

  • Jesu Bergpredigt

Frag doch mal deine Eltern, ob sie dir davon erzählen.

Die Bergpredigt

"Alles, dass ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!"  

Matthäus 7,12

 

 

Eine Erzählhilfe für Eltern finden Sie hier. Jede Woche gibts ein neues Bild. Wenn Sie die Geschichte in der Online-Bibel nachlesen wollen, klicken Sie hier auf diesen Link.



 

Die Bergpredigt, eine größere Sammlung von Reden Jesu, hat es in sich. Da sind Dinge zu lesen wie: „Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen!“ (Mt 5,44) oder „Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet…“ (Mt 6,25). Wie soll das gehen? Ist das vielleicht gar nicht so ernst gemeint? Kann man die Sorgen ums tägliche Brot und um die Rate für die nächste Wohnungsmiete einfach so abbügeln? Müssen wir mit jedem Freund sein? Viele der Aussagen der Bergpredigt verschärfen und überbieten extrem das mosaische Gesetz. Aber vielleicht ist diese Verschärfung gerade notwendig, um Dinge wirklich positiv verändern zu können. Wie bei der Feindesliebe, die eine Konsequenz aus dem Nächstenliebe-Gebot ist. In der friedlichen Revolution ist diese Aufforderung Jesu für viele zu einem Wirkprinzip geworden. Viele haben sich von dieser Ethik des Friedens leiten und inspirieren lassen. Geballte Fäuste konnten 1989 keine Kerzen halten, offene Hände schon.

    Die Bergpredigt stellt unsere gewohnten Verhaltensmuster auf den Prüfstand. Der katholische Theologe Karl Rahner meinte, dass die Bergpredigt einen selbst - ganz persönlich und radikal - infrage stellen will. Sich selbst, nicht den anderen! Und auch nicht nur dies und das an sich selbst!