Die zehn Aussätzigen

Die Geschichte von der Heilung der zehn Aussätzigen ist Evangeliumslesung für den 14. Sonntag nach Trinitatis. Eine spannende Geschichte, in der nicht die Heilung im Mittelpunkt steht, sondern das, was Gottes Zuwendung in uns erzeugen möchte: Dankbarkeit.

  • Nur einer kehrt um.

Frag doch mal deine Eltern, ob sie dir die Geschichte erzählen.

Die zehn Aussätzigen  (Lukas 17,11-19)

 

 

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.

Psalm 106,1

 

 

Eine Erzählhilfe für Eltern finden Sie hier. Jede Woche gibts ein neues Bild. Wenn Sie die Geschichte in der Online-Bibel nachlesen wollen, klicken Sie hier auf diesen Link.



 

Da sind zehn Leute von ihrer Krankheit gesundgeworden. Eine Krankheit, die nicht nur körperliches Leid bedeutete, sondern auch gesellschaftliche Isolation und damit auch seelische Verkümmerung. Und doch hält es nur einer für nötig, umzukehren, Jesus zu danken und Gott zu loben. „Umzukehren“ meint hier, nicht nur gesund zu werden, sondern wirkliche Heilung zu erlangen. Nur der eine, ausgerechnet einer der Ausländer, auf die alle nur mit Verachtung schauten, setzt sein Gesundwerden in Beziehung zu Gott. Er ist erfüllt von Dankbarkeit und unbändiger Freude. Die Dankbarkeit komplettiert die Freude über Gottes Zuwendung zu dem Kranken. Nur er hat wirklich Heilung erfahren. Die anderen sind nur gesundgeworden.

     Jesus entlässt den Kranken mit dem Sendungswort, dass wir auch aus unseren Gottesdiensten kennen: „Geh hin!“ Der Gesunde wird damit in ein neues Leben geschickt, in ein Leben im Licht Gottes, der Unfreiheit und Krankheit sieht und beenden will.