Martin Luther und die Reformation

Entdecke hier die Geschichte von Martin Luther und der Reformation in 5 Bildern.

  • Martins Kindheit
  • Ein Leben als Mönch
  • Gott lässt sich nicht bestechen
  • Inkognito auf der Wartburg
  • Martin und Katharina

Frag doch mal deine Eltern, ob sie dir die Geschichte erzählen.

Martin Luther und die Reformation

 

 

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): "Der Gerechte wird aus Glauben leben."

Römer 1,16-17

Eine Erzählhilfe für Eltern finden Sie hier. Jede Woche wird sie passend zum aktuellen Bild ergänzt. 



Seit nunmehr einer Dekade und ganz besonders in diesem Jubiläumsjahr erinnern wir an die Reformation. Unbestritten sind Luthers Entdeckungen bahnbrechend und wegweisend bis in heutige Zeit. Natürlich gehört dazu Luthers Rechtfertigungslehre, also die Frage, wie und ob es überhaupt möglich ist, Frieden und Versöhnung mit Gott haben zu können (oder anders gesagt: Wie komme ich in den Himmel). Ebenso seine Gottesdienstreformen (Gottesdienst in deutscher Sprache etc.) oder die Bibelübersetzung. Luther trieb seine Angst vor einem strengen und gerechten Richtergott um. Und in seinem Suchen nach einem Ausweg aus dieser Einbahnstraße hin zur Verdammnis entdeckte er, dass Jesus einen anderen Weg bereits frei gemacht hat, jetzt hin in die Arme Gottes. Und zwar allein durch unseren Glauben an ihn. Ganz ohne Bestechungsgelder. Luther schreibt später, dass er mit dieser Erkenntnis „wie neugeboren und durch offene Pforten in das Paradies selbst eingetreten“ sei.

500 Jahre später scheint diese Entdeckung, die Leben und Freiheit bedeutet, kaum mehr jemanden vom Hocker zu reißen geschweige denn lässt sie jemanden so himmlisch beseelt sein wie Luther einst. Woran liegt das? Ist die Botschaft nicht die selbe? Sind die Leute im Hier und Jetzt so satt, dass es ihnen schlicht egal ist, ob und wie es nach dem Tod weitergeht? Dass Gott und der Bibel heute keine Relevanz mehr zugebilligt würde, stimmt nicht ganz. Jugendliche bspw. halten den Glauben und die Bibel durchaus für bedeutungsvoll. Das belegen Jugendstudien. Jugendliche sagen vor allem aber, Gott und die Bibel wäre etwas für Alte und Kranke und Leute in Bedrängnis.

Heute stellen sich die Menschen vermutlich eher ganz allgemein die „Sinn-Frage“. Aber eine Antwort, wie die, die Martin Luther auf seine für ihn wichtigste Frage gefunden hat, nämlich wie man in den Himmel kommt, bekommt man so vermutlich nicht.